Biographie
Geburtsdatum: 11. Dezember 1968
Geburtsort: Bamberg
Schulbildung
1988
Abitur am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium Bamberg
Studium
1988-1990
Studium der Geschichte, Politischen Wissenschaften und Philosophie in Bamberg
1990-1995
Studium der Geschichte, Politischen Wissenschaften und Philosophie in Erlangen
Abschluss als Magister Artium (M.A.) der Geschichte, Historiker
Alt-Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung
Beruf
Seit 1995
freiberufliche Tätigkeit als Bildungsreferent u.a. für die Thomas-Dehler-Stiftung und das Berufsfortbildungszentrum (BfZ) der Bayerischen Arbeitgeberverbände in Bamberg
April 99- Februar 2000
Referent für Europapolitik in der Bildungsstätte Waldhaus Jakob der Friedrich-Naumann-Stiftung, Konstanz
März -Oktober 2000
Referent Service im Liberalen Institut (Grundsatzabteilung) der Friedrich-Naumann-Stiftung in Potsdam-Babelsberg
Seit Oktober 2000
Persönlicher Referent des geschäftsführenden Vorstandsmitgliedes der Friedrich-Naumann-Stiftung
Seit Februar 2004
Abteilungsleiter Strategie und Kampagnen und Leiter des Büros des Generalsekretärs Bundesgeschäftsstelle der FDP
Politik
Schon als kleines Kind nahm mich meine Mutter, die neben mir noch meine acht Geschwister großzog, mit zu ihren politischen Aktivitäten. Ich hatte meinen Spaß. Als eben erst sechsjähriger kurz - vor sechs Uhr Morgens an den Toren der Firma Bosch in Bamberg die armen Fabrikarbeiter in ihren bescheidenen Vehikeln (- wie hieß noch einmal der Münchner Automobilhersteller mit drei Buchstaben?) zur Frühschicht fahren zu sehen und sie dann mit Informationen zur heilen Welt der Bayern-CSU zu beglücken … toll!
(An dieser Stelle danke ich der Firma Bosch, die es mir später durch die wiederholte Beschäftigung als Ferienbeschäftigter ermöglicht hat, mein Studium mit zu finanzieren und einen Eindruck von den unerträglichen Verhältnissen der deutschen Arbeiterschaft zu gewinnen: Obwohl ich selbst selten Bier trinke, litt ich doch mit den Arbeitern, die manchmal schon kurz nach sechs Uhr Morgens vor leeren (!) Bierautomaten ihres Lebenselexiers und Grundnahrungsmittels entbehren mussten.)
Dem zarten Knabenalter eben entwachsen, trat ich jener merkwürdigen Jugendorganisation der letzten mitteleuropäischen Einheitspartei bei, die am Mittwoch in einer Postille namens Bauern - Verzeihung - Bayernkurier lesen sollte, welche Meinung sie am Donnerstag zu vertreten hatten. Gut, dass diese Zeitung abgesehen von einigen eilfertigen Journalisten oder berufsmäßig dazu genötigten Menschenkindern ohnehin kaum einer gelesen, geschweige denn ernst genommen hat.
Ich immerhin fragte mich mit fortschreitendem Alter, warum ich - es war wohl Anfang der Achtziger Jahre - Prospekte mit dem handlichen Titel “Instrumente und Wege kommunistischer Machteinwirkung auf die Protestbewegung in der Bundesrepublik Deutschland” (Das war allen Ernstes der Titel einer CSU-Schrift gegen die heraufziehende grüne Gefahr.) in der Fußgängerzone meiner ach so idylisch-friedlichen Heimatstadt verteilen sollte.
Als bei einer politischen Veranstaltung der CSU in der Freiheitshalle in Hof, volljährige, voll- und gamsbärtige Männer mit Tränen in den Augen zu den Klängen des bayerischen Defiliermarsches jenen Alpenfürsten und “Landesvatter” Franz Josef Strauß beklatschten und sich anschließend bei gastronomischen Genüssen dessen nach Art, Länge und Vortragsstil fidel-castro-phonischen Ergüssen hingaben, wusste ich, dass mein Leben eine Wendung nehmen musste. Personenkult ist mir zuwider. Ich wollte nicht diesem bayerischen Zustand verfallen, der hier in einer Art Massenpsychose ausartete. Ich beschloss diese glorreiche krakenartige Institution, die in Bayern alle Bereiche des öffentlichen Lebens erfasst hat, zu verlassen. Ich wandelte mich vom schwarzen Paulus zum blaugelben “(Sau-)lustigen” Liberalen. Von nun an war ich nicht mehr bei den “Mehrern” (fränkisch für “die Mehrheit”).
Die Idee der Freiheit erhellte meinen Geist wie das Licht der Aufklärung.
Heute bin ich froh, sagen zu können, dass ich die CSU nie gewählt habe. Ich verließ die CSU trat zur FDP über, weil deren Bekenntnis zur Freiheit des Einzelnen in allen Lebensbereichen genau meiner Lebenshaltung entspricht. Bei den Liberalen kann ich sein wie ich bin.
Seit 1988
Mitglied der Jungen Liberalen und der FDP Bamberg
1989-1994
Vorsitzender der Jungen Liberalen Bamberg
1989-1993
Vorsitzender der Liberalen Hochschulgruppe Bamberg
1990-1994
Vorsitzender der Jungen Liberalen Oberfranken
1995-1997
Stellv. Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Bayern
1993-1995
Stellv. Kreisvorsitzender der FDP Bamberg
1994-1999
Kreisvorsitzender der FDP Bamberg
1994-1999
Stellv. Bezirksvorsitzender der FDP Oberfranken
1995-1997
Stellv. Landesvorsitzender der FDP Bayern
1998-2000
Beisitzer im Landesvorstand der FDP Bayern
Kandidaturen:
1990
Kandidatur für den Bezirkstag, Kandidatur für den Stadtrat von Bamberg
1994
Spitzenkandidat der Jungen Liberalen Bayern für den Deutschen Bundestag , Bundestagskandidat im Wahlkreis 222 Bamberg-Forchheim
1996
Kandidatur für den Stadtrat in Bamberg
1998
Kandidatur für den Landtag im Wahlkreis Bamberg , Bundestagskandidat im Wahlkreis 222 Bamberg-Forchheim
2001
Kandidatur für das Berliner Abgeordnetnhaus im Wahlkreis Charlottenburg Nord
Veröffentlichungen
1997
“Entwicklung und Organisation der fränkischen Liberalen vor dem Ersten Weltkrieg.” In: Jahrbuch für fränkische Landesforschung, Erlangen.
“Die Wirkung liberaler Ideen im fränkischen Raum des 19. Jahrhunderts.” In: Kluge, Arnd und Herrmann, Axel (Hrsg.), Johann August Wirth (1798-1848). Ein Revolutionär aus Hof. Seine Person - seine Zeit - seine Wirkungen. Hof.
1999
Dokumentation: “Verändern Medien die Inhalte der Politik? Symposium auf dem Hambacher Schloss.” Konstanz.
2000
“Prädikat: Besonders wertvoll. Evangelische Akademien diskutieren über den Liberalismus.” In: “liberal. Vierteljahreshefte für Politik und Kultur. Heft3/August 2000, 42. Jahrgang.”
“Willy Lessing - Ein Bamberger Opfer des Nationalsozialismus.” In: 136. Bericht des Historischen Vereins Bamberg 2000.
Seit 1988
Rezensionen und zahlreiche Beiträge für Tageszeitungen
Hobbys
Kino, Konzerte, Oper und Theater
Gymnastik, Schwimmen und Fahrradfahren
Sammeln von Herrenhüten
Mitglied in verschiedenen Chören in Bamberg, Konstanz und Berlin. (z.B. 1979-1996 Mitglied des Bamberger Domchores)
Mitglied der Europa Union
Mitglied verschiedener Vereine zur Denkmalpflege (z.B. Gründungsmitglied des Kulturkollegiums Zwischenrufe der FDP)
Außerdem sollte mein leidenschaftliches Eintreten für die Fliege als Bestandteil der Herrenoberbekleidung Erwähnung finden.
Privat
Der 27. Juli 2007 führte mich zum Standesamt Berlin-Charlottenburg.


